Tagesgeldanlagen vereinen den Wunsch nach sicheren, aber auch attraktiven Zinsen. Die Konditionen liegen in der Regel deutlich über den Sparbuchzinsen oder den Zinsen für Guthaben auf Girokonten. Bei Tagesgeldanlagen müssen Anleger keine Kündigungsfrist beachten. Dadurch sind sie bei dieser Form der Geldanlage flexibler als bei anderen Anlagen und können täglich über ihr Geld wieder verfügen. Tagesgeld ist daher als Anlage ideal, wenn in Kürze ein Auto gekauft oder eine andere größere Anschaffung bezahlt werden soll. Für den Abruf eines Teils des Kapitals oder der gesamten Tagesgeldsumme bieten die Banken eine Telefon-Hotline oder einen Online-Service über das Internet an.
Tagesgeldkonten können am einfachsten im Internet eröffnet werden. Viele Banken haben auch einen Telefonservice, der Anträge auf Eröffnung entgegennimmt und die Unterlagen dann per Post zuschickt. Das Anlagekapital kann der Sparer entweder selbst auf das Tagesgeldkonto überweisen oder von der Bank per Lastschrift einziehen lassen. Aufstockungen sind jederzeit möglich. Traditionell gibt es keine Mindesteinlage beim Tagesgeld. Verzinst werden Beträge ab 1 Euro. Die Rückbuchung findet über ein Referenz-Girokonto statt, das bei einem beliebigen Finanzinstitut geführt werden kann. Die Kontoführung ist auch kostenlos. Rechnungen über das Tagesgeld zu begleichen, ist bei den meisten Banken ausgeschlossen, da das Kapital nur der Sparanlage dient.
Tagesgeldzinsen sind variable Zinsen. Sie können von der Bank jederzeit entsprechend der Situation am Kapitalmarkt geändert werden. Nur während spezieller Aktionszeiträume oder für neue Kunden garantieren die Banken auch auf dem Tagesgeld den Zinssatz für einen begrenzten Zeitraum. Kunden sollten eventuelle Betragshöchstgrenzen berücksichtigen, die bei einzelnen Banken gelten können.
Die erzielten Zinsen überweist die Bank entweder einmal pro Monat oder einmal pro Vierteljahr direkt auf das Tagesgeldkonto. Verbleiben die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto, verbessert sich durch den Zinseszinseffekt die Rendite der Anlage. Seit Anfang des Jahres gilt beim Tagesgeld auch die Abgeltungssteuer. Ohne einen entsprechenden Freistellungsauftrag an die Bank über maximal 801 Euro pro Person gehen 25 Prozent der Zinsen sowie der Solizuschlag an das Finanzamt. Durch die hohen Sicherungsfonds der meisten deutschen Banken sind Tagesgelder sehr sichere Anlagen.
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