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Struktur einer Aufbaufinanzierung

Im Zuge der Baufinanzierung entscheidet eine jeder Immobilienkäufer über die Rentabilität einer Immobilie, zumal die Finanzierungskosten sehr stark streuen können - bis zu 50%. Traditionell wird im Euro mit laufender Tilgung finanziert. Modernere Konzepte nehmen sowohl auf die Zinsbindung, die Tilgungsart aber auch auf die Währung Rücksicht.

Wie Moneyline erläutert gibt es eine langfristige und kurzfristige Zinsbindung. Über einen langen Zeitraum betrachtet liegen die kurzfristigen Zinsen immer unter jenen der langfristigen Zinsen. Es gibt aber kurze Zeiträume, da liegen die kurzfristigen über den langfristigen Zinsen. Man nennt eine solche Situation inverse Zinsstruktur. Ein langfristig denkender Immobilieninvestor sollte sich durch eine derartige Situation nicht beirren lassen, sondern immer die kurzfristige Variante wählen.

Die Tilgung kann laufend, in der Regel monatlich, oder am Ende der Laufzeit, nach 20 Jahren erfolgen. Bei der laufenden Tilgung wird in der Regel 1% bis 2% der Darlehnshöhe gewählt, die über die Laufzeit in der Regel konstant bleibt. Anders ist es bei einer sogenannten endfälligen Tilgung. In diesem Fall spricht man von einer indirekten Tilgung. Dies deshalb, weil zwar die Tilgung ebenfalls laufend erfolgt, dies aber als Ansparplan in den sogenannten Tilgungsträger. Der Tilgungsträger kann ein Fondssparplan oder eine Lebensversicherung sein. Die endfällige Form ist in der Regel deshalb weit kostengünstiger, weil der Tilgungsträger über die Laufzeit verzinst wird und dadurch Zusatzerträge entstehen.

Andererseits wird am Ende der Laufzeit zurück bezahlt; nach 20 Jahren hat die Inflation ihren Dienst getan, es wird real daher wesentlich, bis zu 50%, weniger zurück bezahlt. Und letztlich kann die Finanzierung im Euro oder in einer Fremdwährung erfolgen. Beispielsweise bietet ein Franken Kredit gegenüber dem Euro Kredit rd. 1,5% bis 2,0% niedrigere Zinskosten. Ein Fremdwährungskredit kann aber auch im Yen ausgestellt werde. Da Japan seit Jahren sein Bankensystem über niedrige Zinsen stützt kann der Euro Häuslbauer von dieser Maßnahme erheblich profitieren. Fremdwährungsfinanzierungen verursachen über die Laufzeit gerechnet rund 35% niedrigere Zinskosten.

Ein allenfalls vorhandenes Währungsrisiko kann durch ein Devisenmanagement abgesichert werden. Mit einer endfälligen Fremdwährungsfinanzierung kann, gegenüber einer laufend tilgenden Eurofinanzierung eine Kosteneinsparung bis zu 50% realisiert werden.

Aus diesen Ausführungen ist ersichtlich, dass für die optimale Baufinanzierung unbedingt ein Fachmann zu befasst werden sollte - die Hausbank, die ihre Gewinne optimieren möchte, ist da ein schlechter Ratgeber!