Kreditarten
Online Kredit
Anschaffungskredit
Beamtendarlehen
Dispokredit
Fremdwährungskredit
Kredit ohne Schufa
Ratenkredit
Realkredit
Sofortkredit
Kreditkarten
Kreditkarte
Arten
Vorteil
 
Tagesgeld Vergleich
Kreditlexikon
     
 
A B C D E
F G H I J
K L M N O
P Q R S T
U V Z    
         
 
 
 

Schiffsfonds, Schiffsbeteiligungen und geschlossene Fonds


Bei niedrigen Zinssätzen und turbulenten Zeiten an der Börse wird von Anlegerseite vermehrt nach Alternativen bei der Geldanlage gesucht. Eine Alternative, bei der es sich wie bei Aktien um Beteiligungskapital handelt, die jedoch keinen starken Börsenschwankungen unterworfen ist, sind geschlossene Fonds. Geschlossene Fonds sind Unternehmen, die Anlegergelder einsammeln und diese in ein konkretes Investitionsobjekt / -vorhaben investieren. Geschlossene Fonds sind beispielsweise geschlossene Immobilienfonds oder geschlossene Schiffsfonds (auch Schiffsbeteiligungen genannt).

Diese beiden Arten von geschlossenen Fonds machen zusammen auch den größten Teil des Marktvolumens aus. Schiffsfonds sind bei der Geldanlage besonders beliebt, da sie dem Anleger auch noch Vorteile bei der Besteuerung der Erträge bieten. Eine Schiffsbeteiligung können Geldanleger bereits ab Anlagesummen von ca. 5.000 Euro zuzüglich Agio (zwischen 3% und 5%) erwerben. Die Laufzeit von Schiffsbeteiligungen liegt in der Regel zwischen 10 und 25 Jahren und orientiert sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Schiffs. Nachdem das Einsammeln des Anlegerkapitals mit der Platzierungsphase eines Schiffsfonds abgeschlossen ist, wird der Schiffsfonds geschlossen.

Das heißt, es können keine neuen Anleger mehr beitreten. Meist nimmt die Beteiligungsgesellschaft zusätzlich Fremdkapital von Banken auf, um dann zusammen mit dem Eigenkapital der Anteilseigner den Bau oder Kauf eines Schiffes zu finanzieren. Bei den Schiffen kann es sich beispielsweise um Containerschiffe, Öltanker, Produktentanker, Massengutfrachter oder auch um Spezialschiffe handeln. Die ersten Ausschüttungen für die Anleger einer Schiffsbeteiligung werden in der Regel erst dann geleistet, wenn die ersten Chartereinnahmen (Einnahmen aus der Vermietung des Schiffs) eingenommen wurden.

Die Ausschüttungen, die die Anleger von Schiffsbeteiligungen erhalten, sind steuerfrei, sofern die Schiffsbeteiligungsgesellschaft die Rechtsform einer GmbH & Co. KG hat und die Anleger als Kommanditisten ins Handelsregister eingetragen sind. In diesem Fall werden die Ausschüttungen von Schiffsbeteiligungen als Entnahmen aus Betriebsvermögen behandelt. Hat die Gesellschaft das Steuermodell der Tonnagebesteuerung gewählt, dann ist die Besteuerung einer Schiffsbeteiligung unabhängig vom Gewinn. Stattdessen wird eine geringe Pauschalsteuer in Abhängigkeit von der Schiffsgröße erhoben. Auch ein eventueller Restverkaufspreis für das Schiff bei der Liquidation des Schiffsfonds muss nicht versteuert werden.

Jedoch zählen bei Schiffsbeteiligungen heutzutage nicht mehr nur die steuerlichen Vorteile für die Anleger. Der weltweite Transportmarkt zur See boomt. Schiffsbeteiligungen haben sich in den letzten Jahren zu echten Renditebringern entwickelt. Jährliche Renditen im zweistelligen Prozentbereich werden nicht selten erzielt. Trotzdem kommt es auf die Auswahl der richtigen Schiffsbeteiligung an. Da Schiffsbeteiligungen keine standardisierten Produkte sind und auch von staatlicher Seite keiner umfassenden Aufsicht unterliegen tummeln sich auch einige Schwarze Schafe am Markt.

Es sollte immer auf die Erfahrung und die Reputation des Emissionshauses bei der Auswahl einer Schiffsbeteiligung geachtet. Die Leistungsbilanz eines Initiators gibt an, mit welchem Erfolg vorgehende Projekte (Schiffsbeteiligungen und andere geschlossenen Fonds) abgewickelt wurden. Die Angaben im Verkaufsprospekt (der von der Bundesaufsichtsanstalt für Finanzdienstleistungen nur einer formalen Kontrolle unterzogen wird) eines Schiffsfonds sollten genau geprüft werden.

Einerseits ist zu prüfen, ob mit realistischen Größen gerechnet wurde und andererseits ob genügend Sicherheitspuffer eingebaut wurden. Wenn keine ausreichenden Sicherheitspuffer bei der Kalkulation des Schiffsfonds mit einbezogen wurden, kann sich die Rendite eines Schiffsfonds bei Veränderungen (z. B. höhere Betriebskosten als geplant) sehr stark verändern und unter Umständen sogar in den negativen Bereich drehen. Schiffsbeteiligungen sind Beteiligungen unternehmerischer Natur. Das heißt, auch das Totalverlustrisiko ist nicht ausgeschlossen.

Daher sollten Schiffsbeteiligungen eher als Beimischung und zur Diversifizierung des Portfolios herangezogen werden. Im Zweifelsfall sollten unabhängige Experten zu Rat gezogen werden. Wer jedoch auf das richtige Pferd setzt kann mit einer Schiffsbeteiligung eine erstklassige Rendite erzielen.

Quelle: www.kapitalanlage-schiffsbeteiligung.de