Kreditkarten werden heutzutage weltweit von Millionen von Menschen benutzt. Um dies zu erreichen, mussten Kreditkartengesellschaften mehrere Kreditkartenarten auf dem Markt bringen um, für alle persönlichen Bedürfnisse auch eine Lösung zu haben
. Heute werden Kreditkarten im Wesentlichen von vier international tätigen Kreditkartengesellschaften herausgegeben. Diese Gesellschaften sind:
- MasterCard
- Visa
- American Express
- und Diners Club.
Der Unterschied zwischen diesen Gesellschaften liegt darin, dass bis MasterCard und Visa ihre Kreditkarten über Partner- und Mitgliedsinstitute herausgeben, vertreiben Diners Club und American Express ihre Karten überwiegend selbst. Je nach Kartengesellschaft und Kartentyp gibt es dabei unterschiedliche Abrechnungsarten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen und erklären:
- Charge Card, Credit Card, Debit Card, Prepaid Card,
- Co Branding Card, EC-Karte, Geldkarte, Kundenkarte
Informationen zu den einzelnen Kreditkartenarten:
Diese Art gehört in Deutschland zu den gängigsten Kreditkartenarten. Hierbei kann der Karteninhaber bis zu einem vertraglich vereinbarten Verfügungsrahmen (Kredit-Linie) über seine Karte Umsätze tätigen. Die einzelnen Umsätze werden gesammelt und einmal pro Monat in Rechnung gestellt und per Lastschrift-Verfahren vom Girokonto des Kartenbesitzers abgebucht.
Somit erhält der Karteninhaber vom Zeitpunkt des Einkaufs bis zur Belastung auf seinem Girokonto einen zinsfreien Kredit. Die Firmen American Express, Diners Club, fast alle Eurocards und viele Visa Karten sind, wie die meisten in Deutschland herausgegebenen Kreditkarten, "Charge" Cards.
- Credit Card (Kreditkarte)
Eine Credit Card ist eigenlich eine
Kreditkarte im klassischen Sinne. Durch den Einsatz der Kreditkarte wird dem Karteninhaber ein tatsächlicher Kredi eingeräumt. Bei dieser Kartenart wird dem Kunden, genau wie im Fall der Charge Card, ein eigener Kreditrahmen eingeräumt. Nach der Registrierung seiner Daten erkennt der Kunde die Kartenzahlung durch seine persönliche Unterschrift an. Die Rechnungen werden ihm in der Regel monatlich belastet. Die Rechnungen kann entweder sofort oder schrittweise wie bei einen Dispokredit bezahlt werden.
Bei der Rückzahlung in Raten werden dem Kartenbesitzer für den in Anspruch genommenen Betrag Zinsen in Rechnung gestellt. Das Karteninstitut legt meist dabei auch einen Mindestrückzahlungs-Betrag fest.
Eine Kredit-Karte mit Debit Card Funktion ist eine sogenannte Zahlungsverkehrskarte. Bei dieser Kreditkartenart belasten die Umsätze unmittelbar dem Girokonto des Kartenbesitzers.
Die Umsätze werden in diesem Fall also nicht gesammelt und dem Besitzer wird auch kein Kredit eingeräumt, sondern sofort per Lastschriftverfahren vom Girokonto des Kartenbesitzers abgebucht. Debit Cards wie zum Beispiel die Visa Electron Card bieten zwar die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungs-Verkehrs, räumen dem Besitzer aber keinen Kredit-Rahmen ein. Als bekannteste Debit Card in Deutschland gilt die normale EC-Karte. Dies wird aber ausserhalb Europas aber kaum akzeptiert. Debit Karten sind nur in Verbindung mit einem Giro-Konto funktionsfähig und daher nicht als eigenständige Kredit-Karten anzusehen.
Prepaid Cards werden oftmals auch als Werte- oder Guthabenkarten bezeichnet. Diese Karten werden nur auf Guthaben-Basis geführt. Dies bedeutet, dass der Karteninhaber erst Umsätze tätigen kann, wenn er ein Guthaben auf die Kreditkarte einbezahlt. Die Einzahlung kann entweder per Bareinzahlung oder mittels Überweisung vom Giro-Konto geschehen.
Der Englische Begriff "Co-Branding" bedeutet "Marken-Partnerschaft" zwischen zwei Gesellschaften bzw Unternehmen. In Verbindung mit einem Kreditinstitut bzw. einer Bank oder Karten-Organisation bieten oftmals Industrie- und Dienstleistungsunternehmen ihren Kunden diese Karten an. Vorteile der Co Branding Karten sind neben den weltweiten Einsatzmöglichkeiten auch die speziellen Leistungen des kooperierenden Unternehmens.
In diesem Fall erscheint neben dem Firmenzeichen des Kartenherausgebers auch das Firmenlogo des Unternehmens auf der Vorderseite der Karte. Hierzu gehören zum Beispiel: Daimler Chrysler Visa Card, American Express Douglas Card, ADAC Kredit-Karte usw.
Die EC-Karte wurde in Deutschland bereits im Jahre 1972 als Scheck-Karte eingeführt und konnte dann langsam aber sicher zu einem der populärsten eigenständigen Zahlungsmittel werden. Die EC-Karte ist eigentlich eine Debit Card und wird von den meisten
Händlern und Unternehmen in Europa akzeptiert. Die EC-Karten können auch als Kundenkarten genutzt werden mittels eines aufladbaren Chips, der es ermöglicht, sie als Geld-Karte einzusetzen.
Unter einer Geld-Karte versteht man eine EC-Karte, die einen zusätzlichen Chip integriert hat, welcherdurch Abbuchung vom Giro-Konto mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden und für kleinere Zahlungen an Automaten und in Geschäften eingesetzt werden kann. Beim Einsatz wird bei einem entsprechend eingerichteten Anbieter das Guthaben auf dem Chip um die zu zahlende Summe reduziert. Somit ist die Geldkarte keine echte Kreditkarte.
Die Kundenkarten werden von Unternehmen an die Kunden ausgegeben und sind in der Regel nur bei dem Unternehmen selbst als Zahlungs-Mittel akzeptiert. In diesem Fall erfolgt die Abbuchung grundsätzlich einmal monatlich. Vielfach wird eine Kreditkarten-Funktion mit der Möglichkeit in Raten zu zahlen angeboten. In diesem Fall werden aber Zinsen fällig. Kundenkarten werden zum Beispiel von Tankstellen- und Kaufhäuserketten ausgegeben.
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